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Was bedeutet xDrive & sDrive bei BMW? – Aufklärung

Was bedeutet xDrive & sDrive bei BMW

Abkürzungen und Bezeichnungen für verschiedenen Systeme und Typen von Fahrzeugherstellern sind oftmals verwirrend. Vor allem dann, wenn verschiedene Hersteller verschiedene Begriffe für das gleiche System haben. Beispielsweise dieselbe Antriebsform wird unter den deutschen Herstellern als 4MOTION, Quattro, 4MATIC und xDrive bezeichnet. Das diese Bezeichnungen unter Verbrauchern für Verwirrung sorgen, ist kein Wunder. Doch was bedeuten eigentlich xDrive und sDrive bei BMW?

Was bedeutet xDrive bei BMW?

xDrive ist bei BMW die Bezeichnung für das markeneigene Allradsystem bei Pkws. Bei einem Allradantrieb werden grundsätzlich alle vier Räder des Fahrzeug gleichzeitig angetrieben. Das Paket wird sowohl für Front- als auch heckangetriebene Fahrzeuge für fast alle Modelle des Herstellers angeboten.
Bei xDrive handelt es sich um ein permanentes Allradsystem, dass in den meisten Modellen des Herstellers mit einer Drehmomentverteilung von 40 Prozent auf die Vorderachse und 60 Prozent auf die Hinterachse funktioniert. Durch die dominantere Verteilung an die Hinterachse wird unter normalen Fahrbedingungen beim Fahrer das Gefühl erweckt, dass er immer noch einen klassischen heckangetriebenen BMW fährt. Jedoch bietet xDrive die Vorteile eines allradangetriebenen Fahrzeugs, zu denen ein stabileres und komfortableres Fahrgefühl, sowie eine bessere Straßenlage unter schlechten Bedingungen zählen.

Was bedeutet sDrive bei BMW?

sDrive ist die Bezeichnung für ein Antriebssystem, dass BMW in einigen seiner Fahrzeugmodellen verbaut. Dabei handelt es sich jedoch nicht wie bei xDrive um einen permanenten Allradantrieb, sondern eher um einen „temporären“ Allradantrieb, da immer nur eine Achse angetrieben wird und nie beide Achsen gleichzeitig. Das Fahrverhalten bei einem Fahrzeug mit sDrive ist durch die wechselbare Antriebsform einzigartig, denn bei einem Fahrzeug mit Frontantrieb wird bei vielen Fahrern das Gefühl entwickelt, dass das Auto nach vorne „gezogen“ wird. Bei einem Auto mit klassischem „Heckantrieb“ fühlt es sich aber eher so an, als ob es nach vorne „gedrückt“ wird. Welche Achse als Antrieb genutzt wird, wird über eine sogenanntes „Torque Vectoring System“ auf Deutsch „Drehmomentverteilungssystem“ entschieden. Je nachdem, wie stark die momentan angetriebene Achse belastet ist, entscheidet das System, ob die Achse weiter angetrieben oder das Drehmoment an die andere Achse geleitet wird. Normalerweise wird bei Autos mit Drehmomentverteilung das Drehmoment nur zwischen den beiden Rädern einer Achse verteilt, weswegen sDrive einzigartig ist.

Wie funktionieren Front-, Heck- und Allradantrieb?

Bei einem Fahrzeug mit Heckantrieb ist der Motor längs eingebaut und das Getriebe ist in die gleiche Richtung direkt hinter dem Motor verbaut. Danach folgt für die Kraftübertragung eine Kardanwelle. Dabei handelt es sich um eine solide „Stange“, die sich um die eigene Achse dreht, sobald die Kraft vom Getriebe übertragen wird. Diese Kraft wird dann von der Kardanwelle auf das Differentialgetriebe übertragen. Im Differentialgetriebe wird die Kraft wiederum durch zwei Antriebswellen auf die beiden Hinterräder geleitet.

Bei Fahrzeugen mit Frontantrieb ist der Motor quer eingebaut und das Getriebe befindet sich ebenfalls quer und je nach Hersteller links oder rechts am Motor. Die Funktionsweise ist deutlich einfacher, da auf eine Kardanwelle und ein Differenzialgetriebe verzichtet wird. Die Kraft wird nämlich direkt vom Motor auf das Getriebe und schließlich über Antriebswellen auf die beiden Vorderräder übertragen.

Beim Allradantrieb kommen die beiden Antriebsformen zusammen. Prinzipiell handelt es sich bei den meisten allradangetriebenen Fahrzeugen um einen Heckantrieb. Die zusätzliche Kraftübertragung auf die Vorderräder findet über ein sogenanntes Verteilergetriebe statt. Dieses sitz dort am Getriebe, wo bei einem Heckantrieb die Kardanwelle anschließen würde. Vom Verteilergetriebe aus geht jeweils eine Kardanwelle nach hinten und eine nach vorne zu einem Differentialgetriebe. Dieses gibt dann die Kraft ebenfalls über zwei Antriebswellen an die beiden Vorderräder weiter.

Frontangetriebene Autos sind generell sparsamer und besonders für Fahranfänger einfacher zu kontrollieren. Heckangetriebene Autos bieten oftmals für den Fahrer ein sportliches Gefühl, da dieser mehr Kontrolle über das Kurvenverhalten hat. Wer unter schwersten Bedingungen, also Schnee, Eis und lose Fahrbahnen fahren will, sollte zu einem allradangetriebenen Fahrzeug greifen.

sDrive oder xDrive – was lohnt sich mehr?

Die beiden Antriebsformen können generell nicht miteinander verglichen werden, denn es kommt auf das vorgesehene Einsatzgebiet an. xDrive bietet mehr Komfort und ist vor allem auch für Fahrer vorgesehen, die die Vorteile eines allradangetriebenen Fahrzeugs aber das Gefühl eines Heckantriebes wollen. sDrive kann jedoch nützlich sein, wenn Effizienz eine Rolle spielt und das Auto eher als Nutz- oder Alltagsauto dienen soll.

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