Was ist ein Gummiwagen & warum heißt er so? Aufklärung

In der Automobilindustrie sind viele Formen von Fahrzeugen bekannt. Einige sind für den täglichen Straßenverkehr vorgesehen, wie zum Beispiel handelsübliche Personenkraftwagen oder auch Busse. Andere beschränken sich hingegen auf einen speziellen Bereich: Dazu zählen in der Regel Fahrzeuge, die nicht zur Beförderung von Personen, sondern für berufliche Abläufe wie Gütertransporte benötigt werden. Eines von ihnen ist der sogenannte Gummiwagen. Vielen sind sowohl der Name als auch der Verwendungsweck dieses Wagens jedoch nicht geläufig. Deshalb soll die Herkunft des Begriffs erklärt werden.

Wofür werden Gummiwagen benötigt?

Ein Gummiwagen findet primär in der Land- und Agrarwirtschaft Verwendung. Mit dem Begriff werden Anhänger bezeichnet, die zumeist hinter Treckern oder Traktoren angebracht sind. Aus diesem Grund haben Gummiwagen einen rein wirtschaftlichen Nutzen. Als Synonym ist das Wort ‚Ladewagen‘ verbreitet, was auf seine Bestimmung hinweist. Üblicherweise sind Gummiwagen auf ländlichen Straßen beziehungsweise in dörflichen Regionen zu sehen. Ihre Zulassung ist selbst auf den innerörtlichen Verkehr ausgedehnt. Autobahnen dürfen mit solchen Fahrzeugen wiederum nicht befahren werden.

Darüber hinaus sind Gummiwagen in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Der eigentliche Verwendungszweck ist für die Größe des Modells ausschlaggebend. Grundsätzlich ist der Gummiwagen ein offener Anhänger ohne Dach, der mit Heu, Strohballen oder anderem Material beladen werden kann. Größere Wagen eignen sich zum Transport von Holzplanken oder schweren Steinen. Je nach Traktor lassen sich mitunter zwei Gummiwagen mit dem Zugfahrzeug verbinden.

Warum heißt er so?

Der Name geht auf das Material der Reifen zurück. Allerdings ist die Erfindung als solche nicht neu, seit Jahren sind Gummiwagen auf dem Land anzutreffen.
In der damaligen Zeit waren die Räder von landwirtschaftliche Fahrzeugen zumeist aus Holz gefertigt, bis sie schließlich durch Gummiräder abgelöst wurden. Für diesen Wandel gibt es einen Grund, nämlich den technischen Fortschritt:

Im Zuge dessen kamen Trecker auf, dementsprechend konnten schwerere Lasten in kürzerer Zeit befördert werden. Hölzerne Räder waren dafür nicht mehr stabil oder schnell genug, anstelle von Holz bestehen die Reifen seitdem aus Gummi. Daraus ergibt sich das Wort ‚Gummiwagen‘. Der Wagen an sich besteht wie alle anderen Kraftwagen aus widerstandsfähigem Stahl und/oder ist mit hölzernen Seitenteilen ausgestattet. In vielen Fällen lassen sich diese Wände öffnen, damit Güter in den Wagen verladen werden können.

Die Tatsache, dass die Räder aus Gummi statt aus Holz bestehen, ist vor allem bei der landwirtschaftlichen Arbeit durchaus sinnvoll. Gummireifen bringen gegenüber Holzrädern deutliche Vorteile mit sich. Der Wagen wird besser abgefedert, was das Befahren von schlechtem Untergrund, wie zum Beispiel auf dem Acker, ermöglicht. Das schont zudem die Achsen. Reifen aus Holz könnten weichen Boden hingegen nur schwer bewältigen oder würden hineinsinken. Abgesehen davon ist die Haltbarkeit von Gummireifen höher als von Holzrädern. Dennoch müssen sie in bestimmten Abständen ausgetauscht werden, damit der Wagen verkehrstauglich bleibt.

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