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Was ist Power-Sound im Auto & wozu führt es?

  • by Anatoli Bauer
Was ist Power-Sound im Auto & wozu führt es

Jeder hört beim Autofahren gerne Musik, da es die Langeweile auf längeren Fahrten vertreibt, die Stimmung anhebt und einfach auch Spaß macht, wenn man mitsingt und die Musik genießt. Manche Autofahrerinnen und Autofahrer hören allerdings gerne ihre Musik lauter als nötig und belästigen damit nicht nur andere Autofahrer und Fußgänger, sondern gefährden diese und sich selbst auch. Wenn die Musik im Fahrzeug so laut gespielt wird und andere belästigt oder gefährdet werden, spricht man vom sogenannten „Power-Sound„.

Doch was genau wird als „Power-Sound“ bezeichnet?

Den Begriff Power-Sound kennen viele eigentlich nur aus der Fahrschule, da er im Alltag eigentlich überhaupt nicht verwendet wird. Aber was man tatsächlich unter Power-Sound versteht, ist vielen trotzdem unklar. Dabei handelt es sich um sehr laute Musik, die aus den Lautsprechern des Fahrzeugs kommt und damit andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger belästigt oder ablenkt. Diese Ablenkungen können Fußgänger und Verkehrsteilnehmer gefährden, da diese ihre Umwelt durch die Ablenkung eventuell nicht mehr richtig wahrnehmen können. Die Ablenkung kann auch bei geschlossenem Fenster des verursachenden Fahrzeugs entstehen, da beispielsweise tiefe Töne eine regelrechte „Basswelle“ nach außen abgeben.
Übrigens darf während des Autofahrens sogar mit Kopfhörern Musik gehört werden, wenn diese die Aufmerksamkeit und das Urteilsvermögendes Fahrers negativ beeinflussen.

Zu was kann „Power-Sound“ führen?

Wie bereits erwähnt, führt Power-Sound nicht nur zu einer unaufmerksamen Fahrweise beim Fahrer, sondern auch zur Belästigung und Ablenkung bei anderen Fahrzeugführern und Passanten, sondern kann auch nur andere Auswirkungen haben.
Beispielsweise kann durch extrem laute Musik, also Power-Sound, das Martinshorn eines Krankenwagens nur noch schlecht oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Und das betrifft nicht nur den Verursacher des Power-Sounds, sondern auch Fußgänger, die eventuell unachtsam die Straße überqueren und dann vom Krankenwagen erfasst werden können, sondern auch unschuldige Autofahrer, die das Martinshorn durch den Lärm nicht gehört haben und deshalb keinen Platz machen.

Außerdem kann durch zu laute Musik auch das Risiko für einen Unfall steigen, da die Wahrnehmung bei zu lauter Musik beeinträchtigt wird. Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Versicherung bei einem Unfall ein Teil des Geldes, dass an den geschädigten Fahrer gezahlt wurde, vom Verursacher zurückverlangen kann, wenn nachgewiesen werden kann, dass dieser mit zu lauter Musik unterwegs war. Noch härter kann es bei Vollkaskoversicherten sein. Diese bekommen im Normalfall selbst bei Eigenverschulden das Geld für die Reparatur ihres Fahrzeuges von der Versicherung gezahlt. Doch wenn nachgewiesen werden kann, dass zur Zeit des Unfalls zu laute Musik gehört wurde, kann die Auszahlung von der Versicherung verweigert werden.

Auch wer keinen Unfall baut oder Rettungskräfte behindert, kann für das hören zu lauter Musik bestraft werden. Wenn nach dem Ermessen eines Polizisten die Musik zu laut war, kann ein Verwarngeld von 10 Euro fällig werden, da die Gefährdung und Ablenkung des Straßenverkehrs nicht ausgeschlossen werden kann. Wenn durch zu laute Musik etwa ein Martinshorn nicht gehört wurde, wird ein Verwarngeld von 20 Euro fällig.

Bei zu lauter Musik kann es durch die Ablenkung auch sehr schnell zu Personenschäden kommen und diese werden deutlich schwerer und auch zurecht bestraft. Denn bei fahrlässiger Körperverletzung sieht das Gesetz entweder eine hohe Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.

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