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Was ist beim kontrollieren des Reifenluftdrucks zu beachten?

  • by Anatoli Bauer
Was ist beim kontrollieren des Reifenluftdrucks zu beachten

Damit ein Fahrzeug ordnungsgemäß betrieben werden kann, muss es sich in einem einwandfreien Zustand befinden. Dazu gehören viele Dinge wie der korrekte Ölstand, funktionierende Scheinwerfer, Blinker, Bremslichter und vor allem der richtige Reifenluftdruck. Je nach Beladung, Fahrzeug und Art der Bereifung ist der Reifenluftdruck unterschiedlich und muss bei Abweichungen angepasst werden. Der korrekte Reifenluftdruck trägt nicht nur zum einwandfreien Betrieb des Fahrzeugs bei, sondern auch zur Sicherheit, zum optimalen Fahrverhalten und zu einem niedrigen Kraftstoffverbrauch, was wiederum zum vorgesehenen Schadstoffausstoß beiträgt.

Auf was muss beim Kontrollieren des Reifenluftdrucks geachtet werden?

Beim Kontrollieren des richtigen Reifenluftdrucks muss auf ein paar Dinge geachtet werden. Als Erstes müssen Sie herausfinden, wie hoch der Reifenluftdruck an der Bereifung Ihres Fahrzeugs sein muss. Bei manchen Fahrzeugen muss beispielsweise der Luftdruck in den Vorder- oder Hinterrädern größer sein. Dafür werfen Sie am besten einen Blick in das Handbuch Ihres Fahrzeugs. Der richtige Luftdruck wird meistens unter dem Kapitel „Wartung und Pflege“ angegeben. Dort finden Sie auch die Information darüber, ob und um wie viel der Luftdruck erhöht werden muss, falls sich in Ihrem Fahrzeug mehr Ladung als üblich befindet.

Wenn Sie kein Handbuch haben oder keine Angabe zum Luftdruck finden, können Sie diesen auch am Reifen selbst ablesen. Dort müssen Sie an der Seitenwand des Reifens nach einer Angabe in „Bar“ oder „kPa“ suchen. In den meisten Fällen liegt der Reifenluftdruck unter normalen Bedingungen zwischen 2 und 2,4 Bar. Je nach Bedarf kann „kPa“ ganz leicht in „Bar“ umgerechnet werden. Dafür teilen Sie beispielsweise 220 kPa durch 100 und erhalten 2,2 Bar. Andersherum nehmen Sie 2,2 bar mal 100 und erhalten 220 kPa.

Nun sollten Sie sich darüber versichern, dass die Aufnahme der Luftpumpe an das Ventil des Reifens passt. Bei Autos, Motorrädern und Motorrollern sind die Reifenventile in normalerweise identisch. Beispielsweise sind die Ventile von Lkw-, Bus- und Traktorreifen größer und länger und können daher nicht mit der gleichen Luftpumpe aufgepumpt werden. Mit den zuvor genannten Fahrzeugen kann man daher in den meisten Fällen einfach zu einer Tankstelle fahren und die Reifen dort aufpumpen. Dort befinden sich in der Regel zwei Arten von Luftpumpen. Entweder eine Säule, an der sich eine Anzeige für den Luftdruck, ein Schlauch mit Ventil und zwei Knöpfe befinden, oder ein mobiles Gerät, welches auch einen Schlauch mit Ventil, eine Anzeige und zwei Knöpfe besitzt.

Um den Reifenluftdruck zu überprüfen, müssen Sie als Erstes die Abdeckung vom Ventil abdrehen. Danach stecken Sie das Ventil der Pumpe auf das Ventil des Reifens und vergewissern sich, dass es richtig sitzt. Jetzt können Sie bereits an der Anzeige sehen, wie hoch der Luftdruck im Reifen ist. Wenn der Reifenluftdruck stimmt, nehmen Sie das Ventil der Luftpumpe wieder ab und achten darauf, dass beim abnehmen keine Luft entweicht. Danach drehen Sie die Abdeckung wieder auf das Ventil und sind fertig.

Was ist zu tun, falls der Reifenluftdruck inkorrekt ist?

Falls der Luftdruck nicht stimmt, müssen Sie den Reifen mit Luft befüllen oder in eher seltenen Fällen Luft entweichen lassen. Bei den meisten Luftpumpen die an Tankstellen zu finden sind, können Sie das sehr einfach über zwei verschiedene Knöpfe tun. Unter dem einen sollte ein „+“ und unter dem anderen ein „“ abgebildet sein. Das Plus steht für die Zugabe von Luft und das Minus für die Abgabe von Luft. Drücken und halten Sie den entsprechenden Knopf, aber achten Sie darauf, dass Sie ihn nicht zu lange halten, dass der Reifenluftdruck sonst schnell zu hoch oder zu gering sein kann. Sobald der richtige Reifenluftdruck erreicht ist, nehmen Sie das Ventil wie beschrieben ab und montieren die Abdeckung.

Was kann bei inkorrektem Reifenluftdruck passieren?

Bei zu geringem Reifenluftdruck kann es vorkommen, dass sich das Fahrzeug beim Fahren und Lenken schwammig anfühlt oder verzögert reagiert. Außerdem kann sich der Bremsweg verlängern und damit die Insassen und Außenstehende gefährden.

Wenn die Lauffläche des Reifens durch zu geringen Luftdruck breiter als normal ist, kann der Kraftstoffverbrauch zusätzlich auf bis zu 0,3 Liter pro 100 Kilometer steigen, da die Haftung zur Straße höher ist und der Motor stärker arbeiten muss. Dies führt auch dazu, dass der Reifen schneller verschleißt und der Schadstoffausstoß steigt.

Der Reifen läuft bei höheren Geschwindigkeiten auch Gefahr zu platzen. Dadurch können sehr gefährliche Situationen, wie das Ausbrechen des Fahrzeugs, entstehen.

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