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Für welche Fälle ist das Reißverschlussverfahren vorgesehen?

Für welche Fälle ist das Reißverschlussverfahren vorgesehen

Das Reißverschlussverfahren begegnet Autofahrern im täglichen Straßenverkehr in verschiedenen Situationen und ist ein wichtiges Mittel, um einen flüssigen Verkehr zu ermöglichen. Das Prinzip des Reißverschlussverfahrens ist mit dem des offensichtlichen Namensgebers vergleichbar. Wie bei einem herkömmlichen Reißverschluss wird auch beim Reißverschlussverfahren durch abwechselndes Einfädeln von Autos eine lange, durchgehende Kette gebildet.

Das Reißverschlussverfahren funktioniert, indem Autos auf einer endenden Fahrspur auf eine freie Fahrbahn wechseln. Hierbei wird immer in die Lücke zwischen zwei vorbeifahrenden Autos gewechselt, sodass sich hinter dem Reißverschluss abwechselnd je ein Auto von der endenden und der freien Spur her kommend befinden.

In diesen Fällen wird das Reißverschlussverfahren angewendet

Es gibt einige konkrete Fälle, in denen das Reißverschlussverfahren angewendet werden muss. Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine Fahrbahn endet oder aufgrund eines vorangegangenen Unfalls oder anderen Begebenheiten nicht weiter befahren werden kann.

Damit es beim Reißverschlussverfahren nicht zu Verzögerungen oder gar Unfällen kommt, gilt es, auf sogenannte Verkehrslenkungstafeln zu achten. Diese geben an, dass das Reißverschlussverfahren anzuwenden ist. Die Tafeln befinden sich sowohl 200 als auch 400 Meter vor dem eigentlichen Punkt, an welchem eingefädelt werden muss. Außerdem können Autofahrer auf diesen Tafeln ablesen, in welche Richtung eingefädelt wird und wie viele freie Streifen noch frei sind.

Reißverschlussverfahren bei Einfädelungsstreifen

Auch wenn es sich beim Einfädelungsstreifen auf die Autobahn an sich um eine endende Fahrbahn handelt, gilt hier nicht das Reißverschlussverfahren. Das hat ganz einfache Gründe. Wegen der hohen Geschwindigkeiten kann das Reißverschlussverfahren hier nicht angewendet werden. Stattdessen müssen sich die Autos, die auf die Autobahn auffahren wollen, dem fließenden Verkehr anpassen und einen geeigneten Zeitpunkt für die Auffahrt wählen.

Das Reißverschlussverfahren wird auf der anderen Seite jedoch auch in Situationen angewendet, in denen das Prinzip nicht durch eine Verkehrslenkungstafel angekündigt wird. Bei stockendem Verkehr gilt automatisch, dass nach dem Reißverschlussprinzip eingefädelt werden muss.

Was es beim Reißverschlussverfahren zu beachten gilt

Es gibt ein paar Dinge, auf die Autofahrer beim Reißverschlussprinzip Acht geben sollten. Einer der wichtigsten ist, nicht zu früh einzufädeln. Grundsätzlich sollte das Einscheren erst kurz vor Ende der Fahrbahn erfolgen, da nur auf diese Weise ein flüssiger Verkehr ermöglicht werden kann. Wer zu früh die Spur wechselt, verzögert das Prinzip und kann damit für stockenden Verkehr sorgen.

Auch die Fahrer auf der freien Spur sollten sich immer an eine einfache Regel halten, wenn ein Reißverschluss bevorsteht. Es ist wichtig, immer ausreichend Abstand zum voranfahrenden Auto zu halten, damit einfädelnde Autos keine Schwierigkeiten haben, das Reißverschlussverfahren zu nutzen. Außerdem ist es verboten, Autos nicht einfädeln zu lassen. Wer sich weigert, andere nach dem Reißverschlussprinzip auf die eigene Spur wechseln zu lassen, begeht dem Gesetz nach Nötigung im Straßenverkehr und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Im schlimmsten Fall droht für ein solches Verhalten neben Punkten in Flensburg sogar der Führerscheinentzug.

Das Reißverschlussverfahren ist verpflichtend

Obwohl das Reißverschlussverfahren alltäglich ist, wird es erst seit 2001 in der Straßenverkehrsordnung aufgeführt. Dort wird unter anderem beschrieben, dass Einfädler erst kurz vor Ende der Fahrbahn auf die freie Spur zu wechseln haben und dass die Fahrer auf der freien Spur dafür Sorge zu tragen haben, dass das Einfädeln auch problemlos möglich ist.

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